Blackberry Storm Test

Da sich das aktuelle Blackberry Storm großer Beliebtheit erfreut, haben wir das exclsusiv bei Vodafone erscheinende Storm-Modell in einem Testbericht genauer unter die Lupe genommen. Die meisten Blackberrymodelle kennt man mit einem Display und einer meist darunter liegenden Tastatur. Bei vielen Geräten kommt eine QWERTZ-Tastatur mit erkennbaren Navigationsball zum Einsatz. Der kanadische Handyhersteller RIM (Research in Motion) wagt sich mit dem Blackberry Storm jedoch in ein neues Gebiet der Bedienung vor.
Von seinem iPhone-Konkurrenten kennt man das Multitouchbediensystem, was einem das Bedienen mit mehreren Fingern gleichzeitig ermöglicht. Auch von anderen Smartphones kennt man bereits die Touchscreens die teilweise durch eine ausklappbare Tastatur ergäntzt wird. Bei dem Blackberry Storm 9500 gibt es auch ein Touchscreen, doch diese weist Unterschiede zu anderen Geräten auf.

Blackberry StormKaufen und Auspacken - der Lieferumfang:
Wer sich dazu entschlossen hat, das Blackberry Storm exclusiv mit einem Vodafone Vertrag zu kaufen, darf sich schon auf das Auspacken freuen. Dort erwartet den neuen Besitzer neben dem eigentlichen Gerät folgende Hardwarekomponente: Akku, Ladegerät, USB Datenkabel, 3,5mm Stereo-Kopfhörer, Software, Bedienungsanleitung sowie ein Handyetui.

Die Bedienung:
Was man bisher bei anderen Touchscreenhandys vermisst ist oftmals eine Rückinformation beim Drücken einer Taste. Möchte man beim Storm 9500 zwischen den Seiten scrollen oder eventuell einen Menüpunkt anwählen, so ist dies ganz einfach mit einer kurzen Berührung möglich. Für das Betätigen eines virtuellen Buttons, wie etwas das Versenden einer Kurzmitteilung oder das Starten einer mobilen Andwendung ist hingegen ein etwas stärker Druck auf das Display erforderlich wobei dieses 1/10 Millimeter eingedrückt wird.
Dabei entsteht ein kleines Geräuch, was dem Nutzer zudem das Gefühl vermittelt eine echte Tastatur zu bedienen. Das Blackberry Storm wartet also regelrecht auf Ihren Befehl, sodass es nicht aus Versehen zu Fehlsendungen von SMS oder öffnen falscher Programme kommt.
Kleiner Nachteil ist in unserem Test die kurze Eingewöhnungszeit für das Schreiben gewesen, denn ein wenig Geduld sollte in der Anfangszeit schon mitgebracht werden, um mit dem Eindrücken auf das Display klarzukommen. Im Querformat ist dann jedoch die vollwertige virtuelle Tastatur erkennbar und für die weitere Bedienung auch hilfreich. Was die Berührungsempfindlichkeit angeht könnte RIM in Zukunft ein wenig mehr dran arbeiten, denn bei außen liegenden Buchstaben oder Menüpunkten sollte ein bisschen stärker auf das Touchscreen gedrückt werden als in der Mitte.

Displayeigenschaften:
Natürlich fällt bei der ersten Betrachtung das 3,2 Zoll (8,13 cm) große Touchscreen auf, welches mit einer Auflösung von 360 x 480 Pixeln daherkommt. Das Blackberry Storm verfügt über ein transflektives Display, welches das Umgebungs- bzw. Sonnenlicht durch anteilige Reflexion als Lichtquelle nutzt.
Dadurch wird das Ablesen von Informationen auf dem Display unter allen Lichtbedingungen verbessert.
RIM gibt die Farben beim Storm 9500 mit 65536 an, welches in unserem Test völlig ausreichend waren.
Erst wenn man sich Bilder oder Videos anschaut, zeigen sich erste kleine Schwächen.
Die etwas geringe Farbanzahl schlägt sich jedoch nicht auf die weiteren Displayeigenschaften wie Helligkeit oder Farbwiedergabe nieder.

Internet-und Emailfunktion:
Am meisten haben wir uns bei diesem Test auf den Internetauftritt gefreut. Angefangen damit, dass RIM einen selbst entwickelten Browser an den Start schickt bis hin zu fehlenden WLAN waren wir schon ein wenig enttäuscht und trübte ein wenig den zuerst sehr gut vermittelten Gesamteindruck. Blacberry StormDas Display lädt eigentlich zum Surfen ein, doch der Browser allein stellt schon große Probleme dar. Zum Einen dauert das Laden einer Internetseite wesentlich länger als bei Smartphones die auf den Opera schwören und zum Anderen gibt es grafische fehlerhafte Darstellungen. Wer allerdings nicht mit diesem Browser zufrieden ist, den können wir nur den Opera mini empfehlen, der problemlos funktioniert.
Die aktuelle Version gibt es hier mini.opera.com
Im Email-Bereich kann das Blackberry wieder gewaltig punkten, denn die Einrichtung eines neues Email-Kontos  geht super schnell und einfach. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man legt eine neue Adresse fest oder speichert die vorhandene Email-Adresse + Passwort. Alle zusätzlichen Daten holt sich das Gerät von alleine, somit entfallen das ewige suchen nach POP-oder SMTP Serverdaten. Ist in Ihrem virtuellen Briefkasten eine neue Mitteilung eingegangen, so gibt es eine kleine Mitteilung per LED die dann rot leuchtet.

Multimedia- und Fotoeigenschaften:
Bisher können wir das Blackberry Storm als gutes Touchscreenhandy erwähnen und es hat in unserem Testbericht bisher sehr gut funktioniert. Leider hat es Research in Motion in der Entwicklung der Kamera nicht ganz so gewissenhaft gearbeitet. Trotz der 3,2-Megapixel-Kamera, die über eine Auflösung
von 2048 x 1536 Pixeln verfügt, konnten wir kaum perfekte Bilder schießen.
Auch der Bildstabilisator hat uns nicht überzeugt. Nennenswert ist hingegen der 4-fach digitale Zoom, der aber bei einer Handykamera nicht wirklich brauchbar ist.
Nun wollen wir aber mal die Kirche im Dorf lassen. Mit dem Blackberry Storm ist es vielleicht nicht möglich Fotos oder Videos in bester Qualität aufzunehmen, aber zur Not gibt es ja noch Digitalkameras, oder ?

Jetzt kommen wir in unserem Test zu einer der absoluten Stärken des Storms, denn dieses Gerät spielt einen Sound ab, dem manche Musikhandys nicht nachkommen können. Sobald man die Musik abspielen lässt, hämmert der Player regelrecht los. Audioformate wie MP3, AMR, MIDI, WMA, AAC, AAC+ und AAC++
spielt der Blackberry problemlos ab. Selbst die Videoformate 3 GP, WMV, H.263, H264 und MPG4 werden ganz einfach abgespielt. Wem die Musik allerdings noch etwas zu leise erscheint, der kann natürlich über das normale Maß hinaus noch weiter den Pegel erhöhen.

Eine kleine Mitteilung gab es auf dem Display bezüglich eventuell entstehende Gehörschäden. Danke RIM.

Navigieren mit dem Blackberry Storm:Blackberry Storm
Mit dem Blackberry Storm i9500 ist dies natürlich bequem möglich. Da es das Storm nur mit einem Vodafone Vertrag zu kaufen gibt, hat der Nutzer folgende Möglichkeit der Navigation:

Vodafone Find&Go kann direkt beim Hersteller über das Applikations-Center runtergeladen und benutzt werden. Wird hingegen nur ein Stadtplan verwendet, kann man auch mühelos auf Blackberry Maps oder Google Maps zurückgreifen. Die Software von Vodafone arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie das des Suchmaschinenriesen Google. Allerdings sollte durch das Zoomen oder Scrollen ein wenig Zeit für das Laden der Karte mitgebracht werden. Wer sich für den Dienst interessiert, kann diesen Service 30 Tage langkostenlos testen. Danach fallen 5,00 Euro pro Monat an Kosten an.

Blackberry Storm exclusiv bei Vodafone: www.Vodafone.de

Fazit:

Mit dem Blackberry Storm ist RIM definitiv ein echt gutes Gerät gelungen. Es liegt wirklich gut in der Hand und wenn man sich erstmal an die ClickThrough-Technik gewöhnt hat, möchte man das Storm am besten gar nicht mehraus den Händen geben. Aber auch das ganze optische Erscheinungsbild hat uns gefallen.
Während dem Test des neuen Blackberry Storm hatten wir jedoch teilweise den Eindruck, dass Gerät sei noch eine kleine Baustelle. Sicherlich spielt das Touchphone ganz vorne mit und auch bei der Konkurrenz wie dem iPhone, Sony Ericsson XPERIA X1, Samsung Omnia oder HTC Touch HD gibt es einige Verbesserungsvorschläge. Nicht ganz so gut schnitt das Storm 9500 bei den Internetfunktionen sowie Kameraeigentschaften ab. Grundsätzlich ist aber immer die Frage vor jedem Kauf zu klären, was erwarte ich von einem neuen Handy. Ist mir die Kamera wichtig oder nutze ich meine Digitalkamera seperat? Gehe ich regelmäßig ins Netz und surfe auch unterwegs viel oder möchte nur per Mail auf dem neuesten Stand sein? Wer bisweilen nicht ganz so großen Wert auf schnelles und problemloses Surfen legt und dem vielleicht ein paar gute Schnappschüsse mit der 3,2-Megapixel-Kamera reichen, der ist mit dem Blackberry Storm sehr gut aufgehoben. Uns hat das Gerät trotz kleiner Schwächen einen großen Spaß bereitet und schon jetzt dürfen wir uns auf den Nachfolger freuen, der hoffentlich über WLAN verfügt und auch die anderen Minuspunkte weglässt.



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Christian
Dezember 5, 2008
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Kommentare

  1. Sven sagt:

    Also ich bin auf jeden Fall begeistert vom Storm.
    Tolles Gerät

    Datum: 25. Januar 2009 Uhrzeit: 18:59

  2. Tajik sagt:

    Also ich persönlich finde das Gerät nicht so krass. Bedienung = gewöhnungsbedürftig. Sieht zwar bombe aus, aber bleibe beim iPhone !!!

    Datum: 25. Januar 2009 Uhrzeit: 19:14

  3. Sandro sagt:

    @ Tajik: Jetzt mal im Ernst, optisch sieht das Blackberry dem iPhone sehr ähnlich.
    Du hast bisher immer mit einem iPhone gearbeitet, so wie ich das lese, aber mit ein wenig Geduld und Übung dürfte das Storm dem Apple Handy in nichts nach stehen. Kamera ist beim iPhone eher Schrott bzw.als unterentwickelt einzustufen.
    Un in anderen Tests kann man noch einen größeren Vorsprung zu anderen Geräten lesen.

    Sandro

    Datum: 26. Januar 2009 Uhrzeit: 21:40

  4. Hans sagt:

    Blackberry Storm 9500 ohne PDF Reader
    Für einfache Kunden eine Zumutung. Die Blackberry Manager lassen
    ihre Kunden sehr allein. Es ist sogar eine Frechheit, dass man das meistgebrauchte Programm PDF RepliGo Reader nicht einmal in der Grundausstattung bekommt. Obwohl ich gerne 20.00Fr. für ein funktionierendes Programm bezahlen würde, ist es nicht möglich als Kleinkonsument zu so einer Software zukommen.
    Auch der Vertreiber Swisscom hilft da überhaupt nicht weiter.
    Trotz der zusätzlichen 10.00Fr. Blackberry Gebühr monatlich.
    Ich würde mir einen Neukauf gut überlegen.Vielleicht schmeisse ich das Gerät sogar in den Müll.

    Datum: 22. August 2009 Uhrzeit: 20:26

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