Nachdem das kalifornische Unternehmen Apple schon das iPhone auf den Markt gebracht hatte und damit das wohl weltweit bekannteste Smartphone sein Eigen nennen darf, begann im Jahr 2010 der Verkauf des sogenannten iPads. Damit schaffte es Apple nun auch in Sachen Tablet-PC einen echten Branchenprimus unter die Leute zu bringen. Die anderen Hersteller möchten nun im Jahr 2011 den Hype um diese “Mischgeräte” nutzen und mit jeweils eigenen Tablets Marktanteile gewinnen. Es überrascht somit nicht, dass der Schwerpunkt der diesjährigen CES auf diesen Tablets lag. Nur ein Hersteller konnte es sich leisten der Messe komplett fern zu bleiben: Apple selbst zählte nicht zu den Ausstellern 2011.
[Rückblick] CES 2011 - das waren die Highlights
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Rückblick CES 2011
Im Zuge der auf der CES 2011 präsentierten Tablets konnte zunächst einmal Google auf sich aufmerksam machen, die das neue Betriebssystem Android 3.0 vorstellte. Dieses Betriebssystem, genannt Honeycomb, ist speziell für die Tablet-PCs und neue Smartphones entwickelt worden. Im Gegensatz zu den Android-Vorgängern soll Honeycomb ein deutlich verbessertes Multitasking aufweisen und einen optimierten Internetbrowser besitzen. Außerdem zählen zahlreiche Google-Features, wie zum Beispiel Google Maps 5, der Google eBookstore oder Google Talk zu den Eigenheiten von Android 3.0. Früher oder später soll das Betriebssystem auch auf Smartphones oder auf Geräten, die eine ähnliche Hardware wie die Tablets aufweisen, laufen. Hört man auf die Spekulationen, soll Android 3.0 zum Frühjahr 2011 in Gange sein.
Android 3.0 alias Honeycomb für Smartphones und Tablets
- Quelle:
- Youtube
Android 3.0 “Honeycomb”
Ein mit Android 3.0 ausgestattetes Tablet war sodann das Motorola Xoom. Das Gerät konnte bei vielen Experten durch seine gute Verarbeitung und eine sehenswerte Hardware-Ausstattung auf sich aufmerksam machen. Das 10,1 Zoll große Xoom besitzt einen 24,9 x 19,0 x 1,3 großen Bildschirm, der 1280 x 800 Bildpunkte auflösen kann und in der Lage ist, HD-Videos mit 720p darzustellen. Um Videos aufzunehmen, kann der Nutzer auf eine 5-Megapixel-Kamera, die sich auf der Rückseite befindet zurückgreifen. Für die Video-Telefonie dient eine zweite Kamera auf der Vorderseite des Tablets. Zu den weiteren Details zählt ein 32 GByte großer Speicher sowie ein Nvidia-Tegra-2-Prozessor. Der US-amerikanische Netzbetreiber Verizon wird das Motorola Xoom noch in diesem Quartal auf den Markt bringen.
Ein anderes Tablet, das für ähnliche Furore sorgte, kommt aus dem Hause Research In Motion, kurz RIM, und heißt Blackberry Playbook. Bei einer Größe von 7 Zoll ist das Playbook in der Lage 1024 x 600 Pixel darzustellen. Für einen optimalen Arbeitsprozess sollen ein 1Gigahertz starker Cortex A9-Dualcore-Prozessor und ein Arbeitsspeicher von 1 GByte sorgen. Darüber hinaus verfügt das Gerät über die Datenübertragungsstandards WLAN und Bluetooth 2.1. Interessierte können beim Kauf des Blackberry Playbook auf eine 16 GByte-, eine 32 GByte- oder eine 64 GByte-Variante zurückgreifen. Der Verkaufsstart des RIM-Tablets wird ebenfalls noch in diesem Quartal sein.
Blackberry Playbook
Neben den beiden schon genannten Tablets präsentierte auch Dell sein Streak 7 auf der CES. Der Nachfolger des Dell Streak kommt mit einem deutlich vergrößerten Bildschirm daher, bietet dem Nutzer aber nicht mehr die Möglichkeit zu telefonieren.
Nicht nur die Hersteller Motorola, RIM und Dell gewährten einen Vorabblick auf ihre Tablets, sondern auch ein Vielzahl anderer Produzenten wie beispielsweise Samsung oder LG. Aber außer den Tablets wurden natürlich Geräte aus allen Bereichen der Hightech-Welt vorgestellt. Hierzu zählen diverse neue Smartphones wie zum Beispiel das Sony Ericsson Xperia Arc, das vor allem durch ein Display zu glänzen weiß, welches auf die Darstellung von Fotos und Videos spezialisiert ist. Besonders hervor sticht hierbei die Tatsache, dass das Xperia Arc bis zu 16 Millionen Farben darstellen kann und von einem kratzfesten Mineralglas geschützt wird. Mit Hilfe der Mobile Bravia Engine, die von Sony entwickelt wurde, ist damit für eine sehenswerte visuelle Auflösung gesorgt. Mit einer 8,1 Megapixel-Kamera, einem 1 Gigahertz starkem Qualcomm-Prozessor sowie einem HDMI-Anschluss besitzt das Sony Ericsson Xperia Arc auch ansonsten Hardware-Features, die dem Nutzer Freude machen werden.
Sony Ericsson Xperia Arc
Ein Begriff, der auf CES immer wieder die Runde machte, war der des „Super-Phones“. Mit diesem Begriff betitelte unter anderem LG sein Optimus 2X. Das Mobiltelefon ist mit einem Nvidia Tegra 2 Dualcore-Prozessor ausgestattet, der mit 1 Gigahertz arbeitet und in den darüber hinaus gleichzeitig eine GeForce-Grafikkarte integriert ist, was für eine Grafikdarstellung sorgt, die für Smartphones überdurchschnittlich gut ist. Ansonsten können Daten auf einem 8 GByte großen internen Speicher abgelegt werden, der per microSD-Slot auf bis zu 32 GByte erweiterbar ist. Fotos und Videos können mit Hilfe einer 8-Megapixel-Kamera aufgenommen werden.
LG Optimus 2X
Ebenfalls über einen Tegra-2-Prozessor von Nvidia verfügt das Motorola Atrix 4G, für das auf der CES eine Laptop-Erweiterung präsentiert wurde, mit der das Smartphone an das Laptop angedockt werden kann, was den Vorteil hat, dass das Atrix 4G über den Akku des Laptops mit Strom versorgt wird. Gleichzeitig kann dabei auf die Rechenleistung des Mobiltelefons zurückgegriffen werden.
Solche Kombilösungen waren generell ein Trend, der sich auf CES 2011 erkennen ließ. Neben diesen Kombinierungslösungen tendierten viele Hersteller zu Geräten, auf die die üblichen Bezeichnungen wie Smartphone oder Tablet nicht ohne Weiteres zutrafen und die die Vorteile beider Gerätetypen in sich vereinten. Ob der Siegeszug von Apple in Zukunft allerdings gestoppt werden kann, steht bis dato noch in den Sternen – doch die anderen Hersteller schlafen nicht.
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