Bereits mehrfach, nämlich mit dem Qbowl sowie dem F490 versuchte Samsung vergeblich zum iPhone und den anderen Konkurrenten vorzudringen. Schon an die Bedienung des Kulthandys aus dem Hause Apple kommt kaum ein Handy oder Smartphone heran. Wir haben uns deshalb umso mehr auf das Samsung SGH F-480 und dessen ausführlichen Handytest gefreut. Ganz besonders hat uns die intuitive Bedienung interessiert, aber auch was sich hinter TouchWiz versteckt wird genauer untersucht.
Lieferumfang und die ersten Eindrücke:
Der Lieferumfang besteht aus einem Lederetui, Ladekabel, USB-Datenkabel, Headset, CD Treiber, Bedienungsanleitung, Akku und dem Handy selbst. Bereits beim Herausnehmen des 98 x 55 x 12 mm großen und 103 Gramm leichte Gerät aus dem Karton waren unsere ersten Eindrücke positiv. Nach weiteren Blicken haben wir schon die sehr gute Verarbeitung erkennen können. So sucht man erkennbare große Spalten beim Samsung Handy SGH-F480 vergebens. Am Gehäuse selbst sticht das gebürstete Aluminium sofort ins Auge und die Hochwertigkeit und edle Optik wird durch die lederne Abdeckung auf der Rückseite fortgesetzt.
Dem Test halber wurden die verschiedenen Anschlusskomponenten wie Ladekabel oder Headset an das Gerät angestöpselt und alles passte exakt und wackelnde Stellen gibt es schlicht weg nicht.
Die Bedienung:
Nun wollen wir zum tatsächlichen Highlight kommen und das ist zweifelsohne die Bedienung. Diese erfolgt ausschließlich über den 2,8 Zoll großen Touchscreen. Sicherlich gibt es viele Personen die eine echte QWERTZ-Tastatur vermissen, allerdings ist die TouchWiz Oberfläche sehr ausgeklügelt.
Das Drücken einer Tastatur wird durch eine kleine Vibration bestätigt und der User erhält somit eine Rückinformation über den virtuellen Tastendruck – so entfällt auch die Nutzung eines Stylus. Die fehlende Tastatur hinderte uns jedoch nicht daran Kurznachrichten schnell einzugeben, denn die Tasten reagieren sehr gut. Wer allerdings E-Mails in umfangreicher Textgröße eintippt wird sicherlich nach einer gewissen Zeit genervt sein. Eine Tastatur ist halt nicht zu ersetzen.Freie Gestaltungsmöglichkeiten der Nutzeroberfläche erhält man dank Drag & Drop. Dadurch können bis zu 12 Widgets (Programmverknüpfungen) individuell angelegt und die Oberfläche personalisiert werden. Nur leider ist man auf die vorgegebenen Widgets angewiesen und kann beispielsweise per Update keine weiteren auf das Handy laden – schade eigentlich. Samsung spendierte dem SGH-F480 eine Schnelltaste mit dem binnen weniger Sekunden der Musikplayer, die Nachrichten, das Internet, Hauptmenü und Telefonate angepeilt werden können. Somit entfällt das ewige Hin-, Her oder Zurückblättern um aus den Menüs herauszukommen und die am meisten genutzten Programme/Dienste verwenden zu können.
Drahtlosverbindungen & Datenaustausch:
Am Anfang unseren Handytests haben wir bereits das fehlende WLAN angesprochen, doch
auf HSDPA mit einer Datengeschwindigkeit von bis zu 7,2 MBit/Sek muss nicht verzichtet werden. Auch Bluetooth A2DP und Bluetooth 2.0 wurde im Gerät verbaut, sodass ein direkter Kontakt zu anderen Handys und Bluetoothkopfhörern problemlos möglich ist. Die Bluetoothfunktion lässt sich dank der intuitiven Bedienung mit nur einem Schritt aktivieren. Mit einem zweiten Schritt können alle in der Umgebung befindlichen Geräte angezeigt und verbunden werden. Was wir leider vermissen ist ein passender Klinkenanschluss für Kopfhörer um handelsübliche Kopfhörer/Hörstecker anzuschließen.
Der interne Speicher von verhältnismäßig geringen 240 MByte kann dank microSDHC
um bis zu 8 GByte erweitert werden. Nur leider findet sich die Karte nicht im Lieferumfang wieder. Um Daten mit dem Home-PC austauschen zu können mussten wir erst den USB Treiber installieren. Wer allerdings wie wir in unserem Testbericht, eine Speicherkarte in das Samsung SGH-F480 einlegt, kann blitz-schnell Daten austauschen.
Kamera- und Bildeigenschaften:
Das Tribandhandy ist mit einer 5-Megapixel-Kamera inklusive Autofokus ausgestattet.
Weiter bietet es einen Bildstabilisator, ISO Einstellungen sowie einen Weißabgleich. Der Anwender kann auf die bekannte Gesichtserkennung zurückgreifen und zusätzlich gibt es die Smile-Shot-Funktion.
Zuletzt genannte Eigenschaft startet automatisch den Auslöser sobald der Fotografierende lächelt. Für unseren Test haben wir einige sehr gute Bilder geschossen und konnten diese dank des ShoZU Clienten automatisch zu einem Testblog senden. Generell haben Sie also die Möglichkeit selbstgeschossene Bilder ganz einfach an die Lieblingsportale im Netz zu versenden. Im Hellen hat konnten wir sehr gute Aufnahmen erzielen, ist die Umgebung allerdings dunkel hat er Blitz bzw. das Gerät bei der Aufnahme kleine Probleme. Wer mit dem SGH-F480 Videos aufnehmen möchte, dem wird eine Auflösung von 320 x 240 Pixeln geboten. In unserem Test sind allerdings unscharfe und zerrütelte Videos entstanden. Für perfekte Videoaufnahmen sollte deshalb auf eine dazu passende Kamera zurückgegriffen werden.
Internet- und Musikeigenschaften:
Wir haben uns bereits in anderen Tests gewundert, warum die Hersteller so viel Zeit, Kosten und Mühe in die Neuentwicklung eines Handys stecken und dann aber auf wichtige Features wie WLAN verzichten. Wie auch bei Konkurrenten iPhone oder beispielsweise dem Blackberry Storm gibt es auch beim Samsung SGH-F480 kein WLAN. Wie mittlerweile üblich verfügt auch dieses Gerät über einen MP3-Player und ein UKW Radio mit RDS Funktion. Wir haben uns ein paar Lieder angehört und konnten wirklich eine
gute Klangqualität feststellen.
Was leider fehlt:
Nun ja, sicherlich bietet das SGH-F480 verdammt viel. Abgesehen vom fehlenden WLAN bietet es dem Kunden keine Sprachwahl und auch eine Sprachsteuerung ist nicht möglich. Wer mehr als 1000 Telefonbucheinträge oder 240 Kalendereinträge benötigt hat leider ein kleines Problem, denn dann ist der Speicher voll. Aber mal Hand auf´s Herz, der Telefonbuchspeicher sollte eigentlich reichen oder? Eine weitere Speicherbegrenzung gibt es nach 500 Kurznachrichten.
Fazit:
Auch wenn es keine Multi-Touch-Funktion oder einen Bewegungssensor wie bei manch anderen Spitzenhandys gibt, hat uns das Samsung SGH-F480 in diesem Test völlig überzeugt. Das Handy liegt perfekt in der Hand, sieht nicht nur schick aus, kommt in edlem Design daher und für uns ausschlaggebend um den Testbericht mehr als positiv zu bewerten ist die freundliche und einfache Bedienung. Die TouchWiz Technologie hält auf jeden Fall was sie verspricht. Sicherlich ist es nicht der Allrounder schlechthin und auch ein kleines mobiles Büro stellt dieses Gerät nicht da, trotzdem können wir auch ohne fehlendes WLAN das SGH-F480 auf jeden Fall weiterempfehlen.






4 Kommentare
Raik
14.Januar 2009 um 16:16Wo besteht der Unterschied zum Samsung F480V ?
Enrico
14.Januar 2009 um 18:31HALLO RAIK,
MEINES WISSENS NACH STEHT DAS “V” BEIM F480 FÜR DAS VODAFONEBRANDING. ANSONSTEN IST ES WOHL DAS GLEICHE GERÄT MIT DER SELBEN AUSSTATTUNG.
ENRICO
Mojo
25.Januar 2009 um 19:18Seit gut einem halben Jahre hab ich das SGH-F480. Auch ohne Multitouch Funktion lässt sich das Gerät sehr gut bedienen. Im Testbericht wurde die nicht so gute Qualität im Dunkeln angesprochen. Bitte Samsung ändern das beim Nachfolger und packt dann auch endlich WLAN mit an Bord.
Gordon
26.Januar 2009 um 21:50ist auf jeden fall ein richtig kleines schickes handy. bin zwar eingeschworener sony ericsson fan, aber ehrlich muss man zugeben, dass es ein tolles handy ist.
grüetzi