Nokia 5800 im Test

Nokia 5800 XpressMusic Testbericht

  • 16. Februar 2009 um 22:58
  • Christian
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Das neue Nokia 5800 XpressMusic kann man mit einigen Worten komplett beschreiben: Viel Speicher, ein XXL-Display und HSDPA, sowie ein Flash-Support und einem GPS-Sender gehören zur Grundausstattung. Würde man jedoch beim Nokia eine normale Tastatur suchen, ist diese Suche vergeblich, denn diese gehört nicht zur Ausstattung des 5800. Doch mit Hilfe eines eingebauten Touchscreens kann die virtuelle QWERTZ-Tastatur verwendet werden. Und wer es mag, der kann sogar jede einzelne Eingabe, mittels Vibration spüren. Ob mit Finger oder mit dem mitgelieferten Stylus, die Bedienung kann mit beiden durchgeführt werden. Wir haben uns Nokias derzeitiges Musikhandy Nr.1 einmal genauer angeschaut und gucken was uns der Testbericht für Aufschlüsse gibt.

Telefon-, und Datenfunktionen vom Nokia 5800 XpressMusic im Test
Ja auch telefonieren kann man mit dem Nokia 5800 XpressMusic. Hier gibt es einige Funktionen, die das Telefonieren vereinfachen. Angefangen bei der Sprachwahl, Sprachsteuerung bis hin zu einem Quadband-GSM vereinfachen das Telefonieren enorm. Zudem gibt es, wie man es bereits von anderen Nokia Handys gewohnt ist, eine gute Verwaltung der Kontakte und Umgebungsprofile. Hier kann die Konkurrenz nicht so schnell mithalten. Eine weitere interessante Funktion ist die eigene Gestaltung des Startbildschirms, sowie die Einstellung von Schnellzugriffen. Wer seine Telefonate aufnehmen möchte, kann diese mit dem integrierten Voice-Rekorder mitschneiden. Freisprechfunktion und Vibrationsalarm gehören zur Grundausstattung dazu. Wer Nokia kennt, der kann sich nun auch sicher denken, dass die aktuellen Datendienste in diesem Handy verpackt sind. So findet man WLAN, HSDPA und einen Internet Browser, der zudem auch Flash-Inhalte problemlos anzeigen kann. Und wer zwischen PC und Handy synchronisieren möchte, der verwendet dafür am besten den Highspeed-USB Anschluss. Nur knappe zwei Sekunden brauchte die getestete Datei mit 3,5 Mbyte per USB vom PC zum Handy. Und wo gerade die Rede von Speicher war – davon gibt es eine ganze Menge auf dem 5800 XpressMusic. So gibt es mit der bereits vorinstallierten microSD-Speicherkarte einen Gesamtspeicherplatz von 6,5 Gbyte. Erweitert werden kann diese sogar auf eine Größe bis zu 16 Gbyte.

Musik im Nokia 5800 XpressMusic
Da es sich hier um ein Musik-Handy handelt, sollte es nur so strotzen vor Musikfunktionen. Und genau das ist auch der Fall. Nokia hat nicht nur einen Musikplayer eingebaut, sondern auch noch viele anderen Extrafunktionen im Gerät verstaut. So spielt der Player alle derzeit gängigen Formate ab und zudem werden alle Lieder nach unterschiedlichen Kriterien sortiert. Läuft gerade ein Titel, erscheint auf dem Display nicht nur das Album-Cover, sondern auch weitere Infos zum aktuellen Song. Wer noch mehr Sound möchte, kann das mit dem 8-Band-Equalizer oder Presets verstärken. Ordentlich Bass wird ebenfalls von dem Nokia 5800 Xpress erzeugt und so manches Trommelfell wird sich da bedanken. Mit dem integrierten 3,5mm Klinkenstecker kann auch das eigene Headset leicht angesteckt werden. Wer keine Kopfhörer anstöpseln möchte, der kann auch über die Stereo Boxen seine Titel anhören. Zwar verspricht Nokia hier einen Surround-Sound, der sich jedoch im Test nicht besätigt hat. Dennoch ist der Klang und die Lautstärke beim Lautsprecher in Ordnung.

Im Test: Kamera und Navigation
Zwar kann das Musik-Handy hier nicht mit anderen Handys mithalten, aber eine 3,2-Megapixel-Kamera reicht dennoch
aus, um gute Bilder zu schießen. Mit dabei ist ein Autofokus
sowie der LED Blitz. So kann sich das Nokia 5800 auch im Bereich Kamera bei der Konkurrenz sehen lassen. Die eingebaute Navigation gibt da jedoch wesentlich mehr her und die Planung der nächsten Route kann schnell und einfach über das Handy erfolgen. Leider gibt es die passende Navisoftware nur für drei Monate zum Testen. Danach wird hier je nach Vertrag 70 Euro oder auch weniger verlangt. Die sprachgesteuerte Satellitennavigation kann leicht über die Anwendung „Karten“ gestartet werden. Der getestete Start dauerte zwei Minuten. Das ist zwar eine recht lange Wartezeit, dennoch klappte danach die Navigation perfekt und blieb die ganze Zeit über zuverlässig. Per Lautsprecher werden die Anweisungen laut und deutlich wiedergegeben.

Eckdaten sowie Sprachqualität des Nokia 5800
Fässt man das Nokia 5800 zum ersten Mal an, denkt man eher an ein Plastikspielzeug, denn die Vollplastikhülle lässt diesen Eindruck vermitteln. Dabei ist das Handy sehr leicht, was wiederum dieser Bauweise zu verdanken ist. Das Musikhandy besitzt die Maße von 111 x 52 x 16 Millimeter und ist mit 114 Gamm auch leicht in der Hand zu halten. Auch der Akku kann sich sehen lassen. Würde man das Gerät mit vollem GSM-Sender eingeschaltet testen, ergibt sich ca. eine Akkuzeit von 4,5 Stunden. Das kann sich wirklich sehen lassen. Wichtig beim Test war es auch, herauszufinden, wie die Akkustik des Handy ist, denn mit Funktionen werden die Geräte mehr und mehr ausgestattet und meist kommt dann die Qualität der Telefongespräche oft zu kurz. Bei Gesprächen auf das Festnetz klangen manche Stimmen etwas tiefer als sonst, dennoch war alles klar und deutlich zu verstehen. Sehr gut ist der integrierte Freisprecher, der das Telefonieren auch in Autos ermöglichte und auch bei Lärm noch immer gute Resultate lieferte.

Display, Touchscreen und Handhabung beim 5800 XpressMusic
Navigiert und gearbeitet wird beim Nokia 5800 XpressMusic über das 3,2 Zoll große Touchscreen-Display. Mit einer Auflösung von 640 x 360 Pixeln und die sich daraus ergebenen 16 Millionen Farben, lassen Videos und Fotos sehr gut zur Geltung kommen. Alle getätigten Eingaben werden mit einer kurzen Vibration bestätigt. Hier gibt es einige gute Beispiel, wie schön sich das Nokia bedienen lässt. So gibt es auf dem Hauptbildschirm eine Kontaktleiste, auf der sich bis zu vier Kontakte anlegen lassen, die dann durch einfaches antippen angerufen oder angesimst werden können. Zusätzlich speichert das 5800 Xpress die letzten Telefonate und die letzten Kurznachrichten. Tippt man auf den rechten Bildschirmrand, also auf das XpressMusic-Symbol, öffnet sich eine Medialeiste, auf der man Zugriff auf den Mediaplayer oder auch den Browser hat. Große Symbole und das leichte Tippen auf dem Display überzeugten sehr. Auch mit dem Finger eingetippte Buchstaben über die virtuelle QWERTZ-Tastatur ging ohne Probleme und bereitete keine Probleme während des gesamten Testberichts. Der Stift/Stylus konnte somit stecken bleiben, denn alles konnte bequem mit dem Finger erledigt werden. Dennoch gibt es hier ein paar Kritikpunkte, denn bei den Telefoneinstellungen musste man schon zweimal fest drücken, ehe man auch die Einträge aktivieren konnte.

Fazit:
Im Nokia 5800 XpressMusic wird ein leistungsstarker Player und ein Funktionshandy kombiniert. Zurecht trägt das Nokia 5800 den Beinamen XpressMusic und gehört deshalb zweifelsohne zu den besten Handys im Multimediabereich. Der integrierte Player lässt das Gerät zu einer mobilen Musikbox werden, aber auch die weiteren Eigenschaften wie die Navigation funktioniert einwandfrei während dem Test. Die Kombination ist gelungen, wenn man die Funktionen, wie WLAN, HSDPA und GPS-Navigation sieht. Ein Lob gibt es ebenfalls für die S60-Oberfläche mit den vielen praktischen Schnellzugriffen, die das Handhaben sehr vereinfachen. Auf den mitgelieferten Bedienstift kann verzichtet werden, da alles sehr gut mit dem Finger bedient werden kann.



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