LTE – 4G Experte der neuen LTE Technologie
GSM & GPRS
So führte man bereits im Jahr 1992 das Global System for Mobile Communications (GSM) ein, das eine Übertragungsgeschwindigkeit von 9,6 KBit pro Sekunde möglich machte. Was für damalige Verhältnisse äußerst schnell war, reicht für heutige Bedürfnisse kaum noch: Das Surfen im mobilen Internet oder das Verschicken von E-Mails war meist ein Geduldsspiel. Somit dauerte es nicht lange bis der General Packet Radio Service (GPRS) eingerichtet wurde, der es immerhin schon auf eine Geschwindigkeit von bis zu 115 KBit pro Sekunde brachte.
EDGE, UMTS & HSDPA
Weiter ging es mit Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE) und einer Übertragungsrate von bis zu 260 KBit pro Sekunde, gefolgt vom Universal Mobile Telecommunication System (UMTS), das es auf eine Geschwindigkeit von bis zu 386 KBit pro Sekunde bringt. Die schnellste Datenübertragung bietet zurzeit der Standard High Speed Download Packet Access (HSDPA), der eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 7,2 MByte pro Sekunde ermöglicht.
Highspeed-Internet mit bis 300 Mbit/s
Betrachtet man die Entwicklung der diversen Daten-Standards, dann versteht man, was LTE zu etwas Besonderem macht. Im Vergleich zu alten Verbesserungen scheint man mit LTE mehrere Entwicklungsschritte zu überspringen. So ist in Zukunft eine Datenübertragung mit bis zu 170 MBit/s machbar. Damit aber nicht genug: Die LTE-Anbieter streben schon jetzt eine Geschwindigkeit von bis zu 300 MBit pro Sekunde an. Nicht zuletzt deswegen wird LTE auch als 4G und somit als nächste Stufe der Mobilfunkstandards bezeichnet. Funktionen wie die Videotelefonie oder HD-Streams sind dann in einer Qualität möglich, die für heutige mobile Geräte noch unvorstellbar erscheint.
Die schnelle Datenübertragung wird dabei durch eine flexible Technik gewährleistet, die Datenlasten besser verteilen kann, wodurch letztendlich eine höhere Bandbreite erzielt wird. Gleichzeitig weist LTE damit eine geringere Latenzzeit auf. Multiple-Input-Multiple-Output, kurz MIMO, heißt die Technologie, die in Verbindung mit der Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing-Technologie, welche wiederum auf dem Vorgängerstandard HSOPA basiert, solche Leistungen garantiert. Bei der Datenübertragung kommen dann mehrere Antennen zum Einsatz.
Ursprünglich sicherten sich die vier deutschen Mobilfunkanbieter E-Plus, Vodafone, O2 und die Deutsche Telekom die Lizenzen für die Nutzung der LTE-Technik. Bei der Versteigerung der Bundesnetzagentur wurden insgesamt 360 MHz Frequenzblöcke aus den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz verteilt. Besonders begehrt waren hierbei die Nutzungsrechte für den 800-MHz-Bereich, da dieser die Versorgung der zumeist ländlichen Gegenden in Deutschland erlaubt, die im bundesweiten Durchschnitt in Sachen Breitbandempfang noch unterversorgt sind.
Der einzige Anbieter, der sich nicht um den 800-MHz-Bereich bemühte, war E-Plus, wohingegen sich die drei anderen Anbieter mit dem Erwerb der 800-MHz-Lizenzen verpflichtet haben, die unterentwickelten Gebiete auch tatsächlich auszubauen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich circa 3 Millionen Haushalte in diesen Gegenden befinden. Diese müssen von Vodafone, O2 und der Deutschen Telekom bis spätestens 2014 abgedeckt sein. Sind diese „Weiße Flecken“ geschlossen, werden wohl auch die Städten und Gemeinden, die schon mit DSL ausgestattet sind, in Angriff genommen.
Beim Start von LTE kann man also davon ausgehen, dass es noch zahlreiche Funklöcher geben wird. Diese Problematik gab es jedoch auch bei der schrittweisen Ausweitung der GSM- und UMTS-Netze. Für einen besseren Empfang gerade in den ersten Jahren könnten allerdings externe LTE-Antennen sorgen, die zumindest dann nützlich wären, wenn man LTE als DSL-Ersatz von zu Hause nutzen möchte.
Was LTE-Tarife angeht, so weiten Vodafone, Telekom, O2 und E-Plus ihr Angebot nun nach und nach aus. Gerade in diesem Jahr sind einige konkrete Angebote zu erwarten. Wie dem auch sei, LTE wird in Zukunft auf jeden Fall der Standard sein, auf den kein Mobilfunkanbieter und kein Handyproduzent mehr verzichten können wird.

















